Die kurze Antwort
Wenn du in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder irgendwo außerhalb der USA und Kanada verkaufst, benötigst du EAN-13. Wenn du ausschließlich in den USA oder Kanada verkaufst, ist UPC-A Standard. Wenn du beides anstrebst, verwende EAN-13 — es enthält UPC-A als Teilmenge.
Was EAN-13 ist
EAN-13 (European Article Number) ist das internationale Standard-Barcode-Format für Einzelhandelsprodukte. Es ist 13 Ziffern lang. Die führenden Ziffern sind ein Länderpräfix — Deutschland ist 400–440, Österreich ist 900–919, die Schweiz ist 760–769 — aber das Präfix gibt nicht unbedingt an, wo das Produkt hergestellt wurde; es gibt an, wo das Unternehmen beim GS1 registriert ist.
EAN-13 wird global von allen wichtigen Einzelhandelssystemen, Kassensystemen, Lagerverwaltungssystemen und Online-Marktplätzen erkannt.
Was UPC-A ist
UPC-A (Universal Product Code) ist das in Nordamerika verwendete Standard-Barcode-Format. Es ist 12 Ziffern lang. Wenn du ein UPC-A-Barcode nimmst und vorne eine 0 voranstellst, erhältst du ein gültiges EAN-13. Das ist keine Umgehung — es ist eine offizielle Kompatibilitätsregel.
Das bedeutet: Jeder EAN-13-Scanner kann UPC-A lesen. Aber nicht jeder UPC-A-Scanner kann EAN-13 lesen, da einige ältere nordamerikanische Scanner keine 13-stelligen Codes verarbeiten.
Welches du wählen solltest
Wähle EAN-13 wenn:
- Du in Europa, Afrika, Asien, Südamerika oder Australien verkaufst
- Du auf Amazon, REWE, Kaufland, dm oder einem anderen internationalen Einzelhandelskanal listest
- Du eventuell in Zukunft in die USA oder Kanada expandieren möchtest (du kannst ein UPC-A aus deinem EAN-13 ableiten)
Wähle UPC-A wenn:
- Du ausschließlich in einem US- oder kanadischen Einzelhandelskanal verkaufst, der explizit UPC-A erfordert
- Dein Lieferant oder Einzelhandelspartner speziell UPC-A spezifiziert hat
Wenn du unsicher bist: Wähle EAN-13. Es funktioniert überall, UPC-A nicht.
Eine Nummer bekommen
Sowohl EAN-13- als auch UPC-A-Nummern werden durch das GS1-System vergeben. In Deutschland ist das GS1 Germany. Du registrierst dein Unternehmen, erhältst ein Unternehmenspräfix und kannst dann eigene Nummern aus diesem Präfix zuweisen.
Der Barcode-Generator auf dieser Seite kann jeden numerischen Wert als Barcode drucken, aber die Ziffern selbst müssen über GS1 bezogen werden, wenn sie für den tatsächlichen Einzelhandelsvertrieb verwendet werden. Eigenentwickelte oder zufällige Nummern können mit bereits vorhandenen Produkten im Handel kollidieren.
Den Barcode drucken
Verwende den EAN-13-Generator oder UPC-A-Generator auf dieser Seite. Lade als SVG für die Verwendung in Verpackungsdesign-Software herunter — SVG ist verlustfrei skalierbar, sodass der Barcode beim Druck scharf bleibt.
Die Mindestgröße für EAN-13-Barcodes im Einzelhandel ist 80 % der Standardgröße (37,29 × 26,26 mm bei 100 %). Kleinere Barcodes können von automatischen Kassenscannern bei ausreichend niedrigen Uhrzeiten abgelesen werden, aber halte dich an die empfohlene Mindestgröße, wenn Handelspartner beteiligt sind.
Prüfziffer
Sowohl EAN-13 als auch UPC-A haben eine berechnete Prüfziffer als letzte Ziffer. Der Generator berechnet sie automatisch — du musst die letzte Ziffer nicht selbst herausfinden. Wenn du einen bestehenden Code auf Gültigkeit überprüfen möchtest, verwende den Barcode-Prüfziffer-Rechner.